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Schellack

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 Schellack

Eigenschaften
 
Schelllack "Astra"Schellack ist in der Kälte sehr spröde und brüchig, ziemlich hart, geruch- und geschmacklos. Er schmilzt beim Erhitzen und verbreitet bei höherer Temperatur einen nicht unangenehmen Geruch. Er brennt mit hell leuchtender Flamme. Schellack ist unlöslich in Wasser, aber löslich in Ethanol (bis auf das beigemengte Wachs), Borax, Ammoniak und Alkali-Carbonaten und in einer Mischung von 1 Teil Wasser und 10 Teilen Aceton. Er ist ganz farblos und nimmt beim Kneten und Ausziehen einen schönen seidenartigen Glanz an.


Verwendung

Frühere Verwendungen

Siegellack
Firnis
Politur (farbloser Schellack für weiße Hölzer)
Kitt
Lenkerband-Versiegelung (auf textilen Bändern an Fahrradlenkern)
Schleifsteine
Leim-Surrogat in der Hutfabrikation
mit Schellack wurde Glasseide an Christbaumschmuck aus geblasenem Glas angeklebt (Quelle: Coburger Weihnachtsmuseum)
in Borax aufgelöster Schellack (Wasserfirnis) wurde als unzerstörbare Tinte benutzt
Schellack ist vor allem bekannt durch seine Verwendung zur Herstellung von Schallplatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, auch bekannt als Schellackplatte.


Heutige Verwendungen


Möbelpflege, bei der Restaurierung von Barock- und Biedermeiermöbeln (Schellackpolitur)
Lebensmittelbereich mit der Kennzeichnung: E904, beispielsweise zusammen mit Carnaubawachs als Überzugsmittel für Schokoladendragees oder Nahrungsergänzungsmittel
zur Lackherstellung im Musikinstrumentenbau, speziell Geigenbau und Zupfinstrumentenbau
Bestandteil gelber bengalischer Lichter
als elektrischer Isolatorlack auf Wicklungen und als Kitt, der das Glühbirnenglas mit dem Metallgewinde verbindet
als Überzugsmittel für "dunkle Vollnuss-Schokolade" von Ritter Sport
Trennmittel für Gipsformen
zur Befestigung von Fäden (wird erwärmt) in kleinen Kapseln bei der Herstellung von Perlketten
zugelassenes Vergällungsmittel für Ethanol durch die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein
Schelllack bietet sich als (ökologischer) Ersatz für erdölhaltige Lacke in der Holzverarbeitung an und ist dementsprechend als Streichlack oder als Politur im Handel erhältlich. Er ist gesundheitlich in der Verarbeitung und im Gebrauch nicht gefährlich. Der Einsatz als Politur ist arbeitsaufwändig.

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